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Sammlung Wissenschaft und Publizistik
Kriterien zur Systematisierung
Zielstellung
Die Sammlung verfolgt den Zweck, Texte, also Wissen, verfügbar zu machen.
Erfaßt sind Bücher, Aufsätze und Kommentare, die vollständig digitalisiert
worden sind (alle schwarz gedruckten Nachweise in der Bibliographie *pdf)
oder von denen es Kurzfassungen bzw. umfangreiche Excerpte gibt (mit Stern
markierte Nachweise).
Für den Gebrauch der Sammlung bedarf es nicht nur anwendungsfreundlicher
Suchwerkzeuge und Indices, sondern auch einer entsprechenden Organisation
des Bestandes. So wurde bereits auf der AGP-Versammlung 2001 ein
9seitiges Konzept zur Einrichtung eines Archivs vorgelegt. Ein weiterer
Vorschlag zur Ordnung des Bestandes sei hier vorangestellt.
Vorschlag zur Spezifikation (thematisch)
A Kindheit und (sexuelle) Sozialisation • B
Pädophilie: Monographien/Phänomenologie • b1 (Pädophilie) Sexualstraftäter:
Diagnose und Prognose • b2 (Pädophilie) Sexualstraftäter: Behandlung • b3
(Pädophilie) Sexualstraftaten: Viktimologie • b4 (Pädophilie)
Sexualstraftaten: Recht • b5 (Pädophilie) Sexualstraftaten: Prävention •
C (Pädophilie) Päderastie/Unzucht/Mißbrauch: Historie • D
(Pädophilie) Intergenerationelle Beziehungen: Ethnologie und Anthropologie •
E (Pädophilie) Sexuelle Minderheiten: Politik und Emanzipation • V
Varia • X Sexualität allgemein • Y Therapie allgemein • Z
Psychiatrie, Straf- und Maßregelvollzug allgemein
Kriterien
Texttypen
Für das Wissenschaftsarchiv in Betracht kommen
-
fachwissenschaftliche und sogenannte populärwissenschaftliche Bücher und
Buchaufsätze. Die Bedeutung letzterer steigt mit der Auflagenhöhe
und der Häufigkeit der Zitierung.
-
Artikel, Aufsätze und Rezensionen in Fachjournalen. Eine
Liste der relevanten Periodika wird erstellt.
-
Vortragsskripte oder Textfassungen von Referaten für Fachveranstaltungen
oder Podiumsdiskussionen.
-
Stellungnahmen von Verbänden und Kommentare prominenter Vertreter ihrer
Disziplin oder Institution.
-
Reportagen und gediegene Essays in Tages- und Wochenzeitschriften, die sich
monographisch mit Pädophilie/Devianz/Sexualstraftaten/Sexualpolitik (nicht
Mißbrauch!) befassen. Das deckt den gesamten Bereich Publizistik ab.
-
Online-Dokumente, soweit sie wissenschaftlichen Anspruch, Sachverstand oder
institutionelle Bedeutung erkennen lassen und zitierfähig sind.
Bereich
Das Archiv ist 1.) interdisziplinär angelegt (etwa
Psychiatrie+Soziologie+Geschichtswissenschaft) und trägt 2.) allen denkbaren
Perspektiven Rechnung (etwa Therapie+Emanzipation+Kinderschutz). Bedeutung
erlangt ein Text durch seinen expliziten oder herstellbaren Bezug zur
Pädophilie-Thematik. Der Begriff Pädophilie (& Sinnverwandtes) markiert also
das gravitatorische Zentrum des Archivs. Ansonsten soll die Spezifikation
A-Z in der biblio-Datei eine grobe Orientierung geben, welche Literatur
relevant sein kann. Zu B (Pädophilie: Monographien/Phänomenolgie) wird
Vollständigkeit angestrebt. Sicher ist es nicht sinnvoll, jedes
Mißbrauchshandbuch zu dokumentieren, zumal in diesem Bereich viele Texte nur
schlecht kaschierte Kopien sind. Auf Inhalte, also reflektiertes Wissen
und/oder Informationen, wird wert gelegt.
Sonderbreich
Punkt D (Pädophilie) Sexuelle Minderheiten: Politik und Emanzipation ist
neben Punkt B Monographien von besonderer Relevanz. Auch hier wird
Vollständigkeit angestrebt. Hierzu gehören sämtliche Publikationen, die dem
Zweck dienen, Pädophilie (& Sinnverwandtes) zu politisieren und/oder von der
Basis aus zu thematisieren. Eingearbeitet werden also die großen Pädo-Reader
(Brongersma/Leopardi usw.), Beiträge aus PAIDIKA, NAMBLA-Bulletin, Journal
of Homosexuality u.ä., aber auch direkte Entgegnungen, EMMA usw. Der
(wissenschaftliche und politische) Gebrauchswert des Materials liegt dann in
seiner historischen Dimensionierung.
Einschränkungen
Die Texte sollten in deutscher oder in englischer Sprache verfaßt sein. Aus
anderen Sprachen muß übersetzt werden. Alternativ sind Exzerpte mit
Kommentaren oder Zusammenfassungen willkommen. Über die Relevanz eines
Textes für das Archiv sollte der Beibringer selbst entscheiden. Das letzte
Wort behält sich der LitV als Organisator des Archivs vor.
Ausschlußkriterien
Die Sammlung kann keine Nachrichten archivieren. Die Organisation
des reichhaltigen Materials aus den Foren oder der ansi-Liste wäre Aufgabe
eines eigenständigen Projekts. Ebenso können keine Fallsammlungen (etwa
nicht-öffentliche Protokolle, Prozessberichte, Gutachten, Notizen u.ä.)
archiviert werden. Ebensowenig werden belletristische (schöne) Literatur
oder Filme berücksichtigt, das ist ein komplett eigenständiger Bereich.
Erweiterung
Die Literaturliste wird um einen (grauen) Präsenzbestand erweitert. Die
Nachweise referieren dann auf papierene Literatur. Hier gelten strengere
Relevanzkriterien.
Fortgang
Die Bibliographie soll alle zwei Monate aktualisiert werden.
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