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Wie es der Untertitel vermuten lässt, ist der Autor Liebesbeziehungen zwischen Männern und Jungen unterschiedlichen Alters nachgegangen. Hilflose Opfer, die ihren Peinigern ausgeliefert waren, sind in dem Buch nicht zu finden. Wolf Vogel berichtet von geglückten Beziehungen zwischen Jungen und Männern in der Form von Interviews. Diese waren mal mehr, mal weniger, sexuell geprägt und haben den Kindern offensichtlich nicht geschadet. Im Gegenteil, waren es doch häufig gerade die erwachsenen Freunde, die die Jungen nach Kräften gefördert, oder sogar weitgehend die Eltern ersetzt haben. Es sind die inzwischen erwachsenen Jungen selbst, die zu dieser Einschätzung kommen. Wolf Vogel lässt die Männer von ihren damaligen Erlebnissen und Erfahrungen erzählen und auch die Angst ihre heimliche Liebe könnte bekannt und somit zerstört werden bleibt nicht unerwähnt.
Und die Mütter? Sie sehen die Freundschaften ihreer Söhne vielleicht mit einer gewissen Skepsis, begleiten sie aber dennoch wohlwollend und manche wird zur Freundin des Liebhabers ihres Sohnes. Heute sind die Jungen entweder Familienväter mit eigenen Kindern oder eben schwul. Das eine gleichberechtigte, Sexualität beinhaltende, Beziehung zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen möglich ist wird von den Befragten einhellig bejaht. Im Grunde erscheinen die Schilderungen recht unspektakulär, denn schließlich sind für alle Beteiligten damit angenehme Erinnerungen verbunden und alle hatten das Glück, dass ihre Beziehung nie aufgedeckt wurde. Wäre es hier anders verlaufen, wären die Erinnerungen wohl weniger positiv.
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